Einsatzlimit in Schweden – OnlineCasinosDeutschland.de

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In Schweden wird derzeit über die Verschärfung des Einsatzlimits für Glücksspiele im Internet diskutiert. Bereits seit längerer Zeit plant die Regierung eine Anpassung in diesem Bereich. Den Stein in Rollen gebracht hat das anhaltende Infektionsgeschehen rund um die Corona-Pandemie. Das skandinavische Land fürchtet, dass sich durch die Corona-bedingten Einschränkungen viele Menschen dem Online-Glücksspiel widmen werden. Ein verschärftes Einsatzlimit soll als entsprechende Schutzmaßnahme dienen.

Glücksspielaufsicht begrüßt Maßnahme

Die Spelinspektionen – die schwedische Glücksspielaufsicht – begrüße nach Berichten von Branchemedien den Schritt der Politik, die hiesige Spielergemeinde angesichts der erneute Notlage zu schützen. Die schwedische Regierung hatte Anfang Januar ihre Planungen konkretisiert und eine entsprechende Gesetzesanpassung im Parlament verabschiedet. So soll ab dem 07. Februar 2022 das Budget für glücksspielerische Aktivitäten im Internet auf 4.000 SEK (ca. 388 Euro) begrenzt werden – pro Woche. Der neue Rechtsrahmen soll zunächst bis zum 30. Juni 2022 bestehen bleiben.

Solch eine Corona-bedingte Anpassung des hiesigen Glücksspielgesetzes hatte es bereits im Jahr 2020 gegeben. In der ersten Hochphase der Pandemie setzte die Regierung ein Einsatzlimit für das Online-Glücksspiel in Kraft, um die Spielenden vor einer potenziellen Spielsucht zu schützen. Damals lag die wöchentliche Grenze bei 5.000 SEK. Die jüngste Anpassung liegt entsprechend unter dem einstigen Limit.

Die Glücksspielaufsicht hatte zuletzt per Statement verlauten lassen, keinerlei Einwände gegen die Wiedereinführung der temporären Maßnahmen zu haben. Die Restriktionen dienten als Schutzinstanz und würden das verantwortungsbewusste Spielen in der aktuellen Krisensituation fördern. Damit hat offensichtlich ein Sinneswandel innerhalb der Behörde stattgefunden. Anfänglich hatte die Spelinspektionen eher zurückhaltend auf die Pläne der Politik reagiert. Noch immer sei sie sich nicht sicher, ob und wie effizient derartige Einsatzlimits tatsächlich sind.

Kritik von Glücksspielverband

Harsche Kritik musste sich die schwedische Regierung vom nationalen Online-Glücksspielverband „Branschenföreningen för Onlinespel“ (BOS) anhören. In einem öffentlichen Statement wiesen die Vertreter des Verbands die Wiedereinführung eines Einsatzlimits entscheidend zurück. Eine solche restriktive Maßnahme sei in den Augen der BOS nicht zielführend und vielmehr kontraproduktiv.

Durch eine finanzielle Obergrenze verpuffe der angepeilte Schutzeffekt, da Spielende sich von derartigen „Hindernissen“ nicht einschränken ließen. Sie würden auf illegale Anbieter und damit auf den Schwarzmarkt ausweichen. Dadurch laufe die Politik Gefahr, die aktuelle Situation zu verschlimmern.

Harscher Schlag für Online-Glücksspielbranche

Seit dem Coronajahr 2020 hat die schwedische Online-Glücksspielbranche mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Zu Beginn der Pandemie erlebten die Anbieter im Netz einen enormen Zulauf, ehe die Politik durch die Einsatzlimits das Tagesgeschärft arg beschränkten. Diese traten im Juli 2020 in Kraft und hatten nach mehrfacher Verlängerung bis 21. November 2021 Bestand. Nach knapp zwei Monaten Erholungsphase folgt nun abermals ein harscher Schlag, der sogar noch restriktiver ausfällt.

Ein Fünkchen Hoffnung kann die Branche jedoch noch haben. Trotz Beschluss der Politik ist noch nicht garantiert, ob die Anpassung des Glücksspielgesetzes auch tatsächlich rechtskräftig wird. Zuletzt endeten die Beratungen innerhalb der Regierung. Beobachter und Experten erwarten in den nächsten Tagen eine endgültige Entscheidung.

Einsatzlimit auch in Deutschland

Einsatzlimits für Online-Glücksspiele gibt es nicht nur in Schweden. Auch in Deutschland existieren derartige Limitierungen, die seit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag im hiesigen Rechtsrahmen verankert wurden. Hierzulande gelten jedoch keine wöchentliche Obergrenzen. Vielmehr ist das Einsatzlimit monatlich ausgelegt. Heißt im Umkehrschluss: Spielende in der Bundesrepublik dürfen laut Gesetzgebung 1.000 Euro im Monat für Glücksspiele im Internet ausgeben.

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